“Leonce und Lena”

Georg Büchner: Ein hessischer Autor!

Karl Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren. Er besuchte das Humanistische Gymnasium in Darmstadt, das heute Ludwig-Georg Gymnasium heißt. 1831 verließ er das Gymnasium, ohne dass er das Abitur erreichte. Büchner studierte Medizin in Gießen. Er schloss sich den hessischen Liberalen an. Die Liberalen hatten das Bestreben, eine Revolution in Gang zu setzen. Vor diesem politischen Hintergrund verfasste Büchner den „Hessischen Landboten“ und ließ ihn in Oberhessen verteilen. Da er die meiste Zeit in Hessen verbracht hat, lässt sich vermuten, dass er Hessen in seinen Werken indirekt widerspiegelt. In seiner Komödie „Leonce und Lena“ wird dies ganz besonders deutlich. In einer Szene werden die Bauern am Straßenrand aufgestellt , um dem Hochzeitspaar Leonce und Lena zu zuwinken. Diese Aufstellung erinnert an die Hochzeit des Großherziges Ludwig II. mit Prinzessin Mathilde von Bayern im Januar 1834. Georg Büchner hat die ganzen Vorbereitungen und die Hochzeit mit angesehen. Im ersten Akt verwendet Georg Büchner auch hessische Floskeln, denn er lässt Prinz Leonce sagen, er würde lieber Käs’ essen, Bier trinken und Tabak rauchen. In diesem Werk spiegelt Georg Büchner, in König Peter vom Reiche Popo den Großherzog Ludwig I. (damaliger Regent von Hessen – Darmstadt) indirekt wider. Dies wird deutlich, als König Peter sagt , er wolle seine Kammerherren rot einkleiden lassen. Genau wie Ludwig I., der eine neue Festuniform für seine Kammerherren machen ließ, sie war rot. Dies lässt auch den Schluss zu, dass König Peter, so verzerrt er auch dargestellt wird, Ludwig I. verkörpert.

Georg Büchner behandelt in diesem Werk auch noch die Aussage, dass der Adel es sich gut gehen lässt und die Bauern am Hungertuch nagen. Dies verdeutlicht er an der Aussage eines Schulmeisters anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten. Denn dieser sagt, er könne vor lauter Nüchternheit kaum mehr stehen, womit auf ihren Hunger angespielt wird. Weiterhin meint er, man habe die Bauern genau in die Nähe der königlichen Küche gestellt, damit sie einmal in ihrem Leben einen Braten riechen können. Georg Büchner findet die Kleinstaaterei im Großherzogtum Hessen Darmstadt nur noch lächerlich und verarbeitete dies in seinem Werk wenn Leonce sagt, dass er das Land mit Brennspiegel umstellen möchte, damit ewig Sommer herrsche.

Christian Chadik 12 BG B

 
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